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Es ist 21 Uhr. Pünktlich wie jeden Abend um diese Zeit lasse ich die Rollos runter, um mich ins Bett zu legen. Ich brauche meine 8 Stunden Schlaf auf die Minute genau. Punkt halb sechs jeden Morgen gehe ich aus dem Haus, um meiner Arbeit nachzukommen. Um 19 Uhr bin ich dann wieder zu Hause. Eintöniger Alltag? Nein. Nicht mit dieser Frau, die rechts von mir wohnt. Ich bin froh, dass ich sie nie sehen muss. Ich sehe nur, dass sie mir meine Idee geklaut hat, den gelben Sack auf dem Balkon zu lagern. Außerdem raucht sie - wie ich. Aber ich habe sie wie gesagt noch nie gesehen. Sie könnte jeder dieser Personen sein, die mir ab und zu im Treppenhaus begegnen. Aber dennoch kann ich sagen, dass sie raucht. Ich rieche es, wenn die Balkontür offen ist. Der Rauch ihrer Zigarette weht in meine Wohnung. Genauso wie meiner in ihre Wohnung wehen muss, wenn ich rauche. Wir rauchen nie zusammen. Ich sehe sie nie, auch wenn ich mir Mühe gebe, viel zu rauchen. Ich vermute, sie steht genauso oft draußen und raucht genao so viel. Nur, dass sie immer an der Wand lehnt, die ihren Balkon von meinem trennt. Sie macht sich dadurch unbemerkbar. Das ist sie aber ganz und gar nicht. Sie baut gerne mitten in der Nacht Möbel zusammen und singt spät abends Lieder von den toten Hosen. Außerdem scheint sie ein sehr inniges Verhältnis zu ihrem Pürierstab zu haben. Und zu sich selbst. Denn sie redet ab und zu von sich in der 3. Person.
Ich frage mich, was sie eigentlich über mich denkt...
Anmerkung der Autorin: Dies spiegelt das Verhältnis zu meinem Nachbarn wider. Vielleicht hasst er mich, vielleicht liebt er mich, vielleicht weiß er nicht mal, dass ich existiere. Vielleicht frage ich mich aber auch zu oft, ob er wirklich so ein langweiliger Kerl ist oder ob er irgendein Agent in geheimer Mission ist.
Das Leben kann aufregend sein.
Es ist ein ewiger Kampf. Und das schwierigste ist, sich vor lauter kämpfen nicht zu verlieren und zu vergessen, wofür man wirklich "kämpft". [Journey]
Ich bin unperfekt. Und das perfekt! [Journey]
Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben - aber es hat nur ganz genau so viel Sinn, als wir selber ihm zu geben imstande sind. [Hermann Hesse]
Wenn du ein glückliches Leben willst, verbinde es mit einem Ziel, nicht aber mit Menschen oder Dingen.... [Einstein]
Ich bin, was von mir überlebt. [Erikson]
In einer Sache gut zu sein bedeutet 85 % Arbeit und 15 % Talent, das heißt, nicht s. begabte Leute, die engagiert und fleißig sind, können besser sein, als s. talentierte faule Leute. [Letty Chubb]
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